„Nehmt euch Freiräume – probiert es einfach!“

180 junge Menschen feiern beim ersten Jugendfestival in Elze

Am Abend nach dem Festival ist das Organisationsteam erschöpft, aber glücklich: 180 junge Menschen aus dem ganzen Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen waren beim ersten selbst organisierten Jugendfestival in Elze zusammengekommen um zu feiern, zu tanzen, zu singen und zu beten, zu spielen, zu werkeln und viel miteinander zu sprechen. Das große Gelände der evangelischen Kirchengemeinde bot ihnen dazu den perfekten Rahmen und bei hochsommerlichen Temperaturen kam echte Festivalstimmung auf.

Monatelang hatte eine Gruppe junger Menschen aus der Evangelischen Jugend das Festival geplant und organisiert, unterstützt vom Kirchenkreisjugenddienst und von Mitgliedern des Elzer Kirchenvorstandes. Die Überschrift, unter der das Festival stand, lautete „Freiräume“: Angelehnt an das Jahresmotto der hannoverschen Landeskirche machten sich die Besucherinnen und Besucher darüber Gedanken, was Freiräume für ihr Leben bedeuten. „Sich Zeit für Freiräume zu nehmen, bedeutet nicht, nicht zu arbeiten“, betonte Luis Beimfohr, der im Jugendgottesdienst die Predigt hielt. „Es bedeutet, achtsam mit sich selbst umzugehen. Freiräume sind da, wir müssen sie aber auch ergreifen, wenn wir sie brauchen.“

„Wünscht euch was, seid kreativ und träumt ohne Grenzen. Probiert es einfach!“, ermunterte Kirchenkreisjugendwartin Anne Basedau die Jugendlichen dazu, sich Freiräume und Freiheiten zu nehmen – auch innerhalb von Strukturen wie der Kirche. Hübsche kleine „Mitgebsel“, die im Gottesdienst unter freiem Himmel verteilt wurden, sollten später dazu anregen, sich immer wieder mit dem Thema Freiräume zu beschäftigen.

Zu Musik der Kirchenkreis-Band Sound Factory und der Brelinger Band Celtic Contrast wurde bis in den späten Abend getanzt; die Young Gospel Voices aus Wilkenburg unter der Leitung von Anna Thumser stellten ihr für diesen Tag geschriebenes Festivallied vor. In Workshops unter dem Motto „Mach es für dich!“ entstanden farbenfrohe Batiktaschen und ein riesiges Insektenhotel; diskutiert wurde in engagierter Runde über Vorurteile und Ausgrenzung, Zusammenhalt und Vernetzung.

„Wir haben junge Leute erlebt, die Haltung zeigen, die nicht dem Mainstream folgen und die ihren eigenen Weg gehen“, sagte Superintendent Holger Grünjes sichtlich beeindruckt. „Wenn man das gesehen hat, braucht man sich um die Zukunft unserer Kirche keine Sorgen mehr zu machen.“