Willkommen in der Gemeinde St. Georg

Herzenssache

Wussten Sie, dass Garnelen ihr Herz im Kopf haben? Oder dass das Herz kurz aussetzt, wenn wir niesen? Es ist schon ein erstaunliches Organ, das Herz – das wichtigste, was wir haben. Es ist eines der ersten Organe, die sich ausbilden.
Irgendwann um die 6.-8. Schwangerschaftswoche tut es seinen ersten Schlag und arbeitet sich, im Laufe des  Lebens, zu einer Pump-Leistung von 9000 Litern am Tag hoch. An unserem Ende wird esetwa 2,5 Milliarden Mal geschlagen haben. Wir können unser Herz willentlich kaum beeinflussen – können ihm nicht befehlen, schneller zu schlagen oder langsamer. Seine Aufgabe erledigt das Herz im Stillen, von uns kaum bemerkt. Nur mit dem Stethoskop ist es zu hören. Im Grunde merken wir nur auf, wenn es sich außergewöhnlich bemerkbar macht: Wenn wir uns erschrecken, wenn wir uns sehr angestrengt haben, aber auch, wenn unser Herz vor Freude einen Hüpfer macht. Ein bisschen ist das so wie mit Gott. In unserem alltäglichen Leben bemerken wir ihn oft nicht. Aber an den Punkten, wenn es drauf ankommt, dann nehmen wir ihn wahr. In Freude und im Leid. Und doch tut er seinen Dienst immer an uns. Ununterbrochen. Wie das Herz, das Blut durch unseren Körper pumpt und uns das Leben ermöglicht, so wacht auch Gott über uns und ermöglicht uns das Leben.
„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen beständigen Geist in euch.“ (Hesekiel 36,26) – Dieser Vers hat uns durch das Jahr begleitet, das nun schon zu 2/3 rum ist. Wie ist das, haben Sie auf Ihr Herz gehört? Konnten Sie es wahrnehmen? Was könnte das Neue gewesen sein, das – möglicherweise unerwartet – von Gott kam? Oder wird es noch kommen? Ich möchte Sie einladen: Hören Sie auf Ihr Herz und auf den, dem Sie es verdanken. Ab Mitte November lädt eine Ausstellung in der Brelinger Kirche zu einer Reise „Mitten ins Herz“ ein. Im Mittelpunkt die Jahreslosung 2017: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen beständigen Geist in euch.“ Eine gesegnete Herbst- und dann Adventszeit wünsche ich Ihnen!

Pastorin Debora Becker

 

Jahreslosung 2018

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung des Johannes (21,6)

Hellendorf|

Hellendorfer Gemeindekreis

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Bad Münder|

Nachmittagsfahrt

Der evangelische Frauenkreis Mellenorf fährt am Mittwoch, dem 5. Juli 2017 in das Kurbad „Bad Münder“

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Mellendorf|

Konzert

Die „Eternal Flames” singen Pop-Songs und Medleys

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Mellendorf|

Plattdeutscher Gottesdienst

Plattdeutscher Gottesdienst

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Mellendorf|

Orgelkonzert

„Orgelkonzerte in St. Georg Mellendorf“ Abschlusskonzert

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Mellendorf|

Gemeindeversammlung

Einladung zur Gemeindeversammlung

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Unser Familienzentrum ist online!

 

 

 

 

 

Suchet der Stadt Bestes

Mit diesem Bibelvers aus Jeremia 29,7 heißen wir Sie und Euch herzlich willkommen auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Mellendorf-Hellendorf.

 

 

Glaubenssache

 

Der Heilige Georg

 

Obwohl unsere Kirche in Mellendorf den Namen St. Georg trägt, taucht er nirgendwo auf, nicht als Bild, nicht als Figur: Der heilige Georg, der Schutzpatron der Bauern, Soldaten und Gefangenen.
Ein Überlieferungszweig versteht ihn als Drachentöter. Das hat mich schon, als ich vor über 12 Jahren nach Mellendorf kam, neugierig gemacht.
Die Geschichte vom Drachentöter Georg wird in einer Legendensammlung aus dem Mittelalter erzählt. Wie ein Märchen. Vor den Mauern der Stadt Silena in Nordafrika liegt ein großer See, groß wie ein Meer, und dort lebte ein giftiger Drache, der hatte immer wieder alle, die gegen ihn kämpften, besiegt und in die Flucht geschlagen.
Auch Martin Luther kannte Drachen in seinen Gedanken. Dinge, die ihn in Versuchung führten, Menschen, die ihm das Leben zur Hölle machten. Immer wieder führte er rasende Zwiegespräche mit Gott, wenn er ihn nicht verstand.
Wer einmal in sich hineinsieht, in sein Leben, der wird vielleicht solche Drachen entdecken können, sie mit ganz bestimmten Ereignissen in Verbindung bringen – dann, wenn wir Gott nicht verstehen und er so unglaublich fern scheint.
Die Menschen in der Stadt Silena haben mit dem Ungeheuer vor ihren Toren etwas ausgehandelt: Täglich besänftigen sie es mit zwei Schafen. Das Opfer hält den Drachen in Schach. Solange die tägliche Ration kommt, bleibt die Bedrohung in Grenzen.
Mich erinnert das daran, wie wir Menschen mit unserer Angst verhandeln können:
Wenn ich dieses oder jenes tue oder an anderes denke, geht sie zwar nicht ganz weg, aber lässt sich doch einigermaßen verdrängen oder bändigen. In der Stadt Silena kam, was abzusehen war. Der Drache hat alle Schafe gefressen, und die Legende erzählt schonungslos, wie jetzt die Kinder der Stadt dran sind. Die Bewohner entschließen sich zu ungeheuren Opfern. So unersättlich ist das Ungeheuer und so groß die Angst, dass die Bewohner der Stadt in ihrem Handel mit dem Ungeheuer den Blick für das Angemessene verlieren. Als schließlich die Tochter des Königs an der Reihe ist – ja, vor dem König macht dieses Drama nicht halt – kommt endlich, was im Märchen und in der Legende kommen muss. Da taucht Georg auf mit seinem Pferd, in seiner Rüstung. Die Königstochter ruft ihm noch zu, er solle fliehen und sich in Sicherheit bringen – doch Georg lässt sich nicht anstecken von der Angst. Er besteht darauf, von der Königstochter die ganze Geschichte zu erfahren: „Ich werde nicht eher von diesem Ort kommen, bis du mir sagst, was dir sei“, sind seine Worte im Original dieser Legende. Es ist, als sei er der Erste, den die Angst nicht kopflos macht. Wie ein erster Schritt heraus aus der Geschichte des Unheils: Was ist hier eigentlich los und was ist geschehen? Es ist ein wichtiger Schritt – auch wenn es um die Drachen in unseren Lebensgeschichten geht: Sich genauer anzusehen, was geschehen ist. Und, sich zu fragen: Wie sieht es wirklich aus, damit die Drachen nicht noch gefährlicher werden und wir nicht kopflos?
Die Königstochter erzählt die Geschichte von Anfang an. Georg, der Ritter aus der Fremde, vergewissert sich, wie gut er gerüstet ist. Und die Legende fügt hinzu, dass er sich noch von einer anderen Kraft getragen und gehalten weiß. Die wird ihn nicht verlassen. Georg stellt sich dem Drachen entgegen und schon der erste Hieb sitzt. Der Drache ist besiegt, aber nicht tot. Georg lässt ihn von der Königstochter an ein Seil gebunden in die Stadt führen.
Und die meisten Bewohner verstehen oder ahnen es: Es war unsere Angst, die den Drachen so groß hat werden lassen. Unser Zögern hat ihn mit so viel Macht ausgestattet. Das hätte uns fast um die Zukunft gebracht, dass wir zu solchen Opfern bereit waren. Georg ist einer, der den Menschen in Silena etwas von ihrer Kraft wieder gegeben hat.
Er ist Legende: und vielleicht war er gar nicht JEMAND, der von außen kam, sondern eine Kraft im Innern, eine wiederentdeckte Kraft, die mit Liebe zum Leben und Zutrauen in die Zukunft zu tun hat.
Mich erinnert das an einen der für mich wichtigsten biblischen Verse, an 2. Tim 1,7: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Pastorin Silke Noormann