Willkommen in der Gemeinde St. Georg

Wege nach Ostern

Ostern ist vorbei. Die Konfirmationen haben wir in unserer Gemeinde am zweiten und dritten Sonntag nach Ostern gefeiert. Aber in der Kirche ist Ostern noch nicht zu Ende. Vor dem Altar und an der Kanzel hängen immer noch die weißen Paramente. Nach dem kirchlichen Kalender geht die Osterzeit bis Pfingsten. In den Wochen nach dem Osterfest bleibt Zeit, dem Auferstandenen zu begegnen – in den Gottesdiensten am Sonntag und im Alltag unseres Lebens.
Ich möchte Ihnen darum eine nachösterliche Geschichte erzählen. Sie steht in der Bibel im Lukas-Evangelium im 24. Kapitel: Drei Tage nach dem ersten Osterfest in Jerusalem machen sich zwei Jünger Jesu auf den Weg. Sie wollen raus  ufs Land in ein Dorf namens Emmaus. Sie brauchen Abstand nach all dem Trubel und der ganzen Aufregung. Sie sind traurig und verwirrt. Unterwegs begegnet ihnen ein Fremder, der sie ein Stück des Weges begleitet. Mit ihm sprechen sie über das, was hinter ihnen liegt. Die Kreuzigung Jesu am Karfreitag. Die Trauer und Enttäuschung über seinen Tod. Die Angst und Sorge, wie es weitergeht. Die Entdeckung des leeren Grabes durch die Frauen. Der Fremde hört  zu und fragt nach. Er ist einfühlsam und verständnisvoll und versucht zu erklären,was das alles zu bedeuten hat. Als sie ihr Ziel erreicht haben, will sich der Fremde verabschieden. Doch die Jünger wollen ihn nicht gehen lassen und bitten ihn ins Haus: „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.“ Der Unbekannte lässt sich überreden und bleibt zum Essen. In dem Moment, als er das Brot bricht und ein Gebet spricht, gehen den Jüngern die Augen auf. Sie erkennen in dem Fremden den auferstandenen Christus.
Ohne es zu wissen, sind sie ihm begegnet. Er war es, der mit ihnen ging und sie in ihrer Trauer begleitet hat. In der Gemeinschaft beim Abendmahl und im Gebet haben sie ihn erkannt. Mir geht es manchmal so ähnlich, wie den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus.
Die Ostertage liegen hinter mir. Das Leben geht weiter. Aber was bleibt von alledem? Ist etwas neu oder anders geworden? Oder bleibt alles beim Alten? Die Entdeckung des leeren Grabes durch die Frauen konnte die Jünger nicht trösten. Im Gegenteil! Die Berichte von der Erscheinung eines Engels und das Verschwinden des geschundenen Leichnams Jesu – das alles verwirrte sie nur noch mehr. So geht es auch mir manchmal. Die Auferstehung bleibt etwas Äußerliches, das nicht viel mit meinem Leben zu tun hat, solange ich dem Auferstandenen nicht begegne. So wie die Jünger, so brauche auch ich Menschen, die mit mir gehen, die sich Zeit nehmen, die zuhören und mich verstehen. Dann kann es geschehen, dass auch mir die Augen geöffnet werden. Ich erkenne den auferstandenen Christus, hier und heute in den Menschen, die mir begegnen, die mit mir unterwegs sind in den Tagen nach Ostern.
Solche Begegnungen wünsche ich mir und uns allen!

Ihr Michael Brodermanns

 

 

 

Jahreslosung 2018

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung des Johannes (21,6)

Pfingsten, das unbegreifbare Fest

„Pfingsten sind die Geschenke am geringsten“, stellte schon Bertold Brecht in seinem Kinderbuch 1965 fest und daran hat sich im Lauf der letzten 50 Jahre auch nicht viel geändert. Noch gibt es keinen Heiligen Geist aus Schokolade und keine Dekoartikel, die den Zeitraum zwischen Ostern und Halloween in den Läden überbrücken würden.
Vielleicht ist Pfingsten darum für die meisten Menschen so schwer greifbar. Es ist einfach nicht so präsent wie Weihnachten und Ostern. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid im Jahre 2009 ergab, dass nur jeder zweite Deutsche die Bedeutung des Pfingstfestes kennt.
Schon das erste Pfingstfest war im wahrsten Sinne des Wortes unbegreifbar. Die Bibel berichtet davon, dass sich die Jünger zum jüdischen Wochenfest Schawout trafen. Seit dem Tod Jesu waren 50 Tage vergangen, 10 Tage seit seiner Himmelfahrt.
Der Evangelist Lukas versucht in seiner Apostelgeschichte Worte und Bilder für das Unbegreifbare zu finden: „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.“ (Apg 2, 2-4)
Schon damals rief die Begeisterung der Jünger auch Spötter auf den Plan, welche über die Jünger mutmaßten: „Sie sind voll von süßem Wein.“ (Apg 2,13) Und auch die, welche nicht spotteten, fragten sich, was dort geschehen war: „Sie [...] waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?“ (Apg 2,12)
Für den Verfasser der Apostelgeschichte war es wichtig, deutlich zu machen, dass und wie es nach Jesu Tod, Auferstehung und seiner Himmelfahrt weiterging. Jesus war nun nicht mehr bei den Jüngern auf der Erde. Aber er hatte ihnen sein Evangelium dagelassen: Seine Nachricht von der Liebe Gottes, die niemals aufhört. Und diese Nachricht wurde von nun an von den Jüngern verbreitet. Standen sie vorher noch hinter Jesus in der zweiten Reihe, rückten sie nun an die erste Stelle. Sie waren im wahrsten Sinne des Wortes be-geistert von dem, was sie von Jesus gehört hatten. Das Bild, dass wir vor Begeisterung für eine Idee brennen oder Feuer und Flamme für ein Anliegen sind, hat schließlich auch den Weg in unseren  heutigen Sprachgebrauch gefunden.
Von nun an begann die gute Nachricht, das Evangelium von Jesus, sich in alle Welt auszubreiten. Das bringt Lukas dadurch zum Ausdruck, dass er beschreibt, wie die Jünger für die Menschen in deren jeweiliger Muttersprache redeten. In Jerusalem hat so alles seinen Anfang genommen und auf diesem Weg ist das Evangelium schließlich auch – über 2000 Jahre und über 4000 km hinweg – zu uns gekommen. Und das ist doch eigentlich das größte Geschenk, das wir bekommen können. (DB)

 

Mellendorf|

World-Kindness-Day

Weiterlesen

Mellendorf|

WO-DE-Sicherheitsschulung

Weiterlesen

Mellendorf|

Aufatmen!

Weiterlesen

Bissendorf|

Glückstag

Weiterlesen

Mellendorf|

Kinder-Gottesdienst

Ein Schatz auf dem Acker!

Weiterlesen

Mellendorf|

Sommergottesdienst

Weiterlesen

Unser Familienzentrum ist online!

 

 

 

 

 

Suchet der Stadt Bestes

Mit diesem Bibelvers aus Jeremia 29,7 heißen wir Sie und Euch herzlich willkommen auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Mellendorf-Hellendorf.